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1973 - 2003
30 Jahre Verlag


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Verlagsbeschreibung / publishers description ............art edition .......... ...




Verkaufspreis: 23,00 Euro

Allgemeine Hinweise:
Spieldauer 90 Minuten

Abspielformat: PAL Fernsehstandard 720x576, Format 16:9
Farbe, Stereo.

Die Aufnahme wurde in HDV durchgeführt, so daß keine Qualitätseinbußen mindernd wirkten und eines Tages beim Vorliegen günstiger HDTV-Spezifikationen sogar kleine Kinosäle bespielt werden könnten. Aber bis dahin wird es voraussichtlich noch etwas dauern.

Beigefügt ist in der DVD-Schatulle das originale Portraitfoto, nach dem das Bild - mit vielen Kommentaren - gemalt wurde.

Bestellungen über den Buchhandel oder, wenn eine Buchhandlung vorgibt, die DVD gebe es überhaupt nicht (ist schon mehrfach geschehen - hier spielt die Bequemlichkeit mancher Buchhändler eine Rolle!), am schnellsten beim Verlag (allgemein gegen Rechnung, portofrei):

Lienhard Pallast Verlag,
Stöckerfeld 7,
53773 Hennef

Tel und FAX: (0 22 44) 58 63
Mail:
lienhard@pallast-verlag.de

 

Zum zweiten Malervideo auf DVD :

Unter anderem erhielt ich eine Zuschrift, die ich hier auszugsweise aus besonderem Grund bekanntgebe:

" ... danke dass Sie mir so prompt die beiden Bücher (... Ölmalerei ...) zugeschickt haben. Ich bin allerdings reichlich enttäuscht. Da ich den Dörner und einige andere ausführlich und mehrmals gelesen habe, bringt mir Ihr Büchlein wenig bis garnichts. Als interessiertem Hobbymaler ist mir also die Technik im Prinzip, wie bei Dörner beschrieben klar. Die Schwierigkeit besteht eher in der mangelnden Zeit zu experimentieren und daher sind es genau diese praktischen Ratschläge an denen ich interessiert bin. Also z.B.: für Fleischtöne welche Untermalung und welche Lasuren, Pigmente etc.. Das alles wird bei Ihnen nur knapp erwähnt und stellt zum Dörner wie gesagt keine weitere Information zur Verfügung ... ."

Es war mir erst in den letzten Monaten völlig klar geworden, daß in Maler-Diskussionsforen, die ich mir angesehen hatte, eines offensichtlich ist: Maler suchen neben "Kunst der Bildanlage" (die Themen lauten: Motiv, Genauigkeit in der Abbildung, Farbenauswahl, Schärfe und Unschärfe, Perspektive und Sonstiges) ganz besonders Auskünfte über Maltechnik zu erlangen. Die Diskussionsbeiträge zeigen es. Darüberhinaus - so scheint es mir - wird der Maltechnik ein Stellenwert eingeräumt, der viel zu hoch angesetzt wird. Mehr noch, die "Kunst der Bildanlage und die Kunst der Bildgestaltung" (das sind die eigentlichen Künste des Malens ! ) sind in ihrer Wichtigkeit anscheinend noch nicht ausreichend erkannt worden.

Sicher, fast alles an "reiner" Maltechnik läßt sich durch Bücher erlernen, aber die Malkunst selbst erfordert vermutlich immer das "Vormachen" durch einen Lehrer im Lehrer-Schüler-Gespräch, im weniger günstigen Fall, wenn es nicht anders geht, das "Vormachen" durch ein Unterrichts-Video, z. B. auf DVD. Sofern - wie in der Zuschrift erwähnt - praktische Ratschläge über Fleischtöne (Hauttöne, Wirkung des Inkarnats) erwünscht sind, lassen sich solche Ratschläge nicht über Bücher vermitteln. Ob das einleuchtet? Ich bin der Auffassung, daß es hier keine Alternative als das "Vormachen" sprich Vormalen gibt .

Seien wir hinsichtlich des Themas "Hauttöne" doch einmal ehrlich; immerhin gibt es bei Männern, Frauen und Kindern die unterschiedlichsten Hauttöne ("Fleischtöne"), die sich bekanntermaßen nach Wechsel in andere Lebensalter recht deutlich verändern. Darüber hinaus ist es ein großer Unterschied, welche Imprimiturfarbe genommen wird und ob die Gesichtsfarbe gerade von Tageslicht beschienen wird oder von Glühlampenlicht oder Neonlicht Blitzlicht. Wenn ich an Tageslicht denke, so erkenne ich auch, daß die Haut morgens anders aussieht als mittags oder abends. Außerdem besitzen Chinesen allgemein betrachtet eine andere Hauttönung als Indianer, Mitteleuropäer, Bantu oder Aborigines. Fettige Haut ist ganz unterschiedlich in ihren Licht- und Glanzwirkungen als trockene Haut. Es dürften ein paar hundert Variationen hierbei herauskommen. Und diese "klassifizierenden" Kriterien gelten nur für den einzigen sehr speziellen Fall, nämlich der Absicht des Malers, einen zu Portraitierenden möglichst "fotorealistisch naturgetreu" darstellen zu wollen. Das ist bereits die erste Einengung in der Ausführung von Portraits, für die es eigentlich keine künstlerische Erlaubnis in Form irgendeiner intelligenten Begründung gibt. Hinzu kommt folglich etwas Wichtigeres als die einfache Naturtreue, nämlich der persönliche Wunsch nach künstlerischer Darstellung - die bekanntermaßen keinerlei Rücksicht auf Naturtreue nimmt, sondern frech, provokant und produktiv bis zur völlig freien Farb- sowie Formenauswahl führt. Einer unserer modernen Künstler, der vor wenigen Jahren verstorbene großartige Horst Jansen, hat uns mit seinen Selbstportraits (besonders den farbigen und farbig getönten Radierungen) eine revolutionäre Lehre wie eine Leitlinie an die Hand gegeben !

Ich knüpfe folglich recht konsequent an das bereits bekannte Malervideo "Malen geht ganz anders als Malen" an, wähle wiederum zu Beginn die Imprimiturfarbe Goldocker aus, zeichne die Hauptlinien wieder vor, verwende wiederum die längst bekannte Weißhöhung und die Vorgänge einer Aufteilung der Übermalung in Dunkelheiten und Helligkeiten, und weiche im Sinne eines angepeilten guten Lernergebnisses keinesfalls von diesen bewährten Grundlagen ab. Neu ist die Darstellung von Schlußlasuren, die dem Portrait Haltung und persönliche Einnmaligkeit geben.

Das geplante "Technik-Video auf DVD" ist nicht vergessen und wird an anderer Stelle nachgeholt !

Hier folgen - ähnlich wie beim ersten Malervideo - Zuschriften von Käufern, die u. a. auch eine Beurteilung abgegeben haben:

Mit der zweiten DVD habe ich wieder eine vorzügliche Wahl getroffen und bin froh, dass ich nun an Hand Ihrer Demonstration den Mut finden kann, mich dem Thema "Inkarnat" zu widmen und zu experimentieren!

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noch immer begeistert von der ersten DVD (mehrere Male angesehen), habe ich heute gesehen, dass die zweite DVD fertig ist. Gratulation!

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ich habe gestern die DVD erhalten und bedanke mich ganz herzlich! Über Ihr Porträt bin ich sehr überrascht, wie gut die Wirkung ist und dass es ihnen hervorragend gelungen ist, ihre Persönlichkeit wiederzugeben, was ich eine ganz großartige Leistung finde! Es sieht sehr einfach aus, wenn man so zusehen kann wie es entsteht, aber ich weiß, was es heisst, es selber zu malen und wie schwierig es wirklich ist! Dafür meine ganz spezielle Bewunderung!

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Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bestelle ich o.a. Schulungsvideo (das 1. Video habe ich auch schon bei Ihnen gekauft und viel daraus gelernt), auf das ich schon so lange warte. Ich freue mich sehr, daß es nunmehr fertig gestellt ist.

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Hallo!
Spät ... bin ich durch euch bei diesem Beitrag gelandet! Neugerig geworden besuchte ich die HP des Künstlers und war schon nach wenigen Zeilen gefesselt und begeistert; vorige Woche Donnerstag bestellte ich mir die DVD und heute habe ich sie bekommen und auch gleich angesehen und ich bin mehr als begeistert, hier habe ich wohl mein Geld bis jetzt am besten investiert! Bei nächster Gelegenheit werde ich diese Technik in Angriff nehmen, was für ein schönes Gefühl ich freue wie wahnsinnig und möchte mich bei allen hier sehr herzlich für diesen kostbaren Link bedanken! Was für ein Juwel!

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Wahrscheinlich hast du die DVD schon morgen, spätestens übermorgen. Herr Pallast ist sehr schnell. Ich bin sehr begeistert von dieser Art zu malen und kann es schon gar nicht erwarten daß die zweite DVD fertig wird.

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Sie ist da und sie ist wunderbar! Es ist eine Freude, Herrn Pallast beim Malen zuzusehen und es schaut so einfach aus! (die Betonung liegt auf "schaut aus"). Auf jeden Fall ist die Anleitung sehr gut verständlich und macht Lust, sich sofort den Pinsel zu schnappen und loszulegen. Das habe ich auch getan und die Grundierung angelegt. Gleich ist die Weißhöhung dran. Wenn´s was wird, werde ich das Endergebnis irgendwann hier reinstellen. Ich kann die DVD jedem ans Herz legen, der sich ebenfalls schon auf etlichen Seiten durch´s Internet gewühlt hat, um am Ende den Kopf voller unzusammenhängender Informationen zu diesem Thema zu haben, die aber kein Hand und kein Fuß hatten.

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vor kurzem habe ich Ihr Buch und Ihre DVD gekauft. Schon seit langem hat mich die Maltechnik der alten Meister interessiert, da ich meine eigene Maltechnik dahin entwickeln möchte. Ihr Buch und Ihre DVD sind genau das, was ich gesucht habe. Besonders begeistert hat mich die Verbindung aus den Details in Ihrem Buch und dann Ihnen selbst beim Malen über die Schulter zu sehen. Inzwischen habe ich die Vorlage selbst gemalt und noch ein anderes Motiv fast abgeschlossen. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie durch das Buch und die DVD anderen Ihr Wissen und Ihre Erfahrung über die altmeisterliche Maltechnik weitergeben und daran teilhaben lassen. Auf Ihre nächste DVD bin ich schon sehr gespannt.

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mit Freude hab ich soeben gesehen, daß das Portraitvideo fertig gestellt ist! Ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, da Sie mein großer Malmeister geworden sind!

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An Portaits habe ich mich bisher noch nicht herangetraut, weil ich grundsätzlich denke, daß ich das nicht kann. Die Rosen vom ersten Film haben mich aber schon etwas anderes gelehrt! Ohne Ihr Video wäre ich noch lange nicht so weit, wie ich jetzt bin (wenn ich das als Hobbymalerin sagen darf). Daher war ich umso erfreuter als ich im Sommer auf Ihrer Homepage lesen konnte, daß sie ein Portraitvideo in Arbeit haben. Vielen Dank dafür!

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Ich habe mit Begeisterung Ihre erste DVD gesehen, der Inhalt des Videos war für mich sehr hilfreich und interresant.
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Vielen Dank für die schnelle und sichere Sendung Ihrer DVD. Sie ist sehr interessant , man kann Ihnen dabei wirklich über die Schulter schauen . Steht noch ein weiteres Projekt in Aussicht ?

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Ich freue mich sehr, nach langer Recherche endlich auf Ihre Bücher gestossen zu sein, um damit damit jemandem eine große Weihnachtsfreude zu machen. Umsomehr, da Ihre kritische Betrachtung der Kunst heute seiner eigenen sehr nahe steht.

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Vielen Dank für Ihre Mühen (Herstellung des Videos/Weitergabe von Wissen und Versand)

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Die DVD habe ich mir sofort angeschaut und bin begeistert. Es ist schon ein großer Unterschied, ob man sich in Büchern informiert oder ob man einem Maler über die Schulter schaut. Sie haben mir sehr geholfen und ich werde nach Ihrem Video vorgehen. Es ist sehr hilfreich und ich kann daran viel lernen. Nochmals herzlichen Dank.

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mit großer Freude habe ich an diesem grauen und trüben Sonntagmorgen die Neuigkeiten im Internet registriert: Ich habe zwar den Lotto-Jackpot wieder nicht gewonnen, aber Ihr neues Malervideo ist fertig! Hiermit möchte ich es gleich bestellen.

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genau wie die erste dvd wurde ich auch diesmal nicht enttäuscht. Sie haben wunderbar gezeigt, wie der aufbau eines portraits in dieser mischtechnik gestaltet wird, um ein gutes ergebnis zu erreichen. alles in allem was soll ich jetzt noch mehr dazu sagen - die dvd ist wieder top. sollten sie wieder neue projekte in angriff nehmen - seien sie sicher - ich werde ihre internetseite oft besuchen - mein interesse an neuem ist sehr groß.

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bin schon sehr gespannt darauf - das erste malervideo habe ich schon so oft gesehen, daß ich es schon auswendig kann. es anzusehen entspannt mich ebenfalls, weil es mit solch einer ruhe gezeigt wird. einfach wunderbar. ich bin sicher, daß die portrait DVD genauso spitze sein wird und ich hoffe, daß noch weitere arbeiten folgen werden. ich werde ihre internetseite sehr aufmerksam verfolgen - habe sie als favorit abgespeichert.

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durch das Suchen im Internet nach Informationen zur klassischer Ölmalerei und durch Empfehlungen im Forum der Malerfreunde bin ich auf ihre sehr interessante Homepage gestoßen. Da meine autodidaktischen Versuche mich kaum mehr weiterbringen und die verfügbare, gängige Literatur für mich und meine Vorstellungen von Malerei unbefriedigend ist, habe ich mich sehr gefreut, daß Sie eine DVD anbieten, von der ich mir Aufschluß über meine Fragen erhoffe.
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Zur Ansicht hier das fertige Gesamtportrait, so, wie es im zweiten Malervideo (DVD) im Endzustand zu sehen ist.

 

Zur Ansicht hier ein Standbild aus dem gerade in Produktion befindlichen zweiten Malervideo. Dargestellt ist hier die Weißhöhung auf der Imprimiturfarbe Goldocker. Eine glatte Malplatte wird verwendet.

Weiterhin zeige ich einen "Vorversuch", den Kopf des Selbstportraits (ohne den Hund und einige Einzelheiten) einmal vorweg zu malen ("zu üben"). Imprimiturfarbe waren dreimal Böhmische Grüne Erde und darüber zweimal dünn Caput Mortuum dunkel. Interessant ist, zu wissen, daß Goldocker als Imprimiturfarbe ein deutlich warmtönigeres Bild ergibt, das darüberhinaus sogar noch etwas heller und freundlicher wirkt als das Übungsportrait.

Bildträger war bei der Anfertigung des Übungsportraits ausnahmsweise keine Platte mit glatter Oberfläche, sondern eine Platte mit aufgeklebter Leinwand. Hier ist die Weißhöhung zu sehen.

Übungs-Selbstportrait; die erste farbige Ausgestaltung wird gezeigt.

Übungs-Selbstportrait; die zweite farbige Ausgestaltung wird gezeigt.


Hier noch eine Ausschnittsvergrößerung dieses Übungs-Selbstportraits (zweite farbige Ausgestaltung):

Übungsselbstportrait; die Gesamtansicht mit ausgearbeitetem Hintergrund (Schwarz-Blau) sieht gegenwärtig so aus:

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Lienhard Pallast

 

Und zum Schluß zu einer Zuschrift, einer negativ-kritischen, mit meiner eigenen Stellungnahme:

„Sehr geehrter Herr Pallast
Ich habe Ihre Bücher mit Interesse gelesen und Ihr Video mit Verwunderung angeschaut. Es ist eine interessante Vorgehensweise, die sie da vorstellen. Auf die Imprimitur wird weiß gehöht und diese Weißhöhung wird angemalt. Nach intensiver Rücksprache mit Frau B
(geänderter Name) fühle ich mich verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, dass diese Vorgehensweise sehr gute Ergebnisse bringt, aber nicht altmeisterlich ist. Frau B. war in ihren Studienjahren am Doernerinstitut und hat 6 Semester am Wehlte-Institut in Stuttgart studiert. Sie kannte Prof. Wehlte persönlich und kann mit Bestimmtheit sagen, dass kein Alter Meister auf diese Art und Weise seine erste Weißhöhung ausgemalt hat. Wir haben die Beschreibung im Doerner Handbuch nachgeschlagen und Ihre Methode nicht wieder gefunden. Möglicherweise haben Sie das Wort "Lasur" missverstanden und somit die Texte falsch interpretiert. In Ihrem Video zweifeln Sie an, dass bis zu 30 Lasuren übereinander gelegt wurden. Frau B erzählte mir, dass Tizian sogar bis zu 90 Lasuren gemacht hätte. Ich selbst male Haut in mindestens 6 Lasuren. (Wie soll das mit weniger gehen?). Bei Hintergründen können das auch mal 10 oder mehr werden.
Ich wünsche Ihnen dennoch weiterhin viel Erfolg
und vor allem ein gutes Gewissen."

Was ich dazu sage? Die Ehre Max Doerners zu war zu retten,
auch und erst recht sein gutes Gewissen!

In „Malmaterial und seine Verwendung im Bilde", Max Doerner, 1938, Nachdruck (Reprint) 1992 Ferdinand Enke Verlag Stuttgart", Doerners sechste und gleichzeitig letzte persönlich gestaltete Edition, sind sämtlichen Passagen betreffend Weißhöhung und Übermalung nicht nur fachmännisch-ausführlich, sondern vor allem unmißverständlich beschrieben.

Schon zu Beginn auf Seite 268 meines Doernerbuchs ist unter „Giotto" die Weißhöhung nach altmeisterlicher Art beschrieben
(Zitat: "Auf eine saubere und genaue Zeichnung, die mit einem grünen Mischton leicht nachkonturiert wurde, erfolgte eine Tönung mit Veroneser grüner Erde, die im Licht zweimal mit Weiß nach der Form flächig gehöht wurde."). Solche und ähnliche Beschreibungen enthält der Doerner zuhauf, zum Beispiel Seite 274 (Van Eyck und die Altdeutschen), Seite 277 (Filarete: Beschreibung einer Weißhöhung), ganz besonders Seite 278: Gang der Arbeiten: Ziffer 1. Gipsgrund, Ziffer 2. Zeichnung, Ziffer 3. Imprimituranlage, Ziffer 4. Lichthöhung mit Weiß (Weißhöhung), Ziffer 5. darüber Lasuren in feinster Verteilung, Ziffer 6. ggf. ergänzende Weißhöhungen und Ziffer 7. weitere farbige Ausgestaltung mit sowohl mit Lasuren und deckenden Farben.

Ich habe im Doerner weiterhin nachgeschlagen und eine ganze Menge genauer und sehr zuverlässiger Hinweise über die farbige Ausgestaltung (sprich Übermalung der beschriebenen Untermalung mit Namen Weißhöhung) gefunden, zum Beispiel diese außerordentlich wichtige Aussage:

Seite 296 (weitgehend fußend auf dem weltberühmten Manuskript des mit Rubens befreundeten Arztes de Mayerne):

"Beginnt damit, daß ihr leicht Eure Schatten malt. Hütet euch, Weiß darin anzubringen, es ist das Gift eines Bildes, ausgenommen in den Lichtern. Wenn das Weiß einmal die Durchsichtigkeit und goldene Wärme eurer Schatten matt gemacht hat, ist Eure Farbe nicht mehr leuchtend, sondern matt und grau."

"Es ist nicht dasselbe bei den Lichtern. Da kann man die Farbe nach Gutdünken aufsetzen. Sie haben Körper, doch muß man sie reinhalten. Man erzielt Erfolg, wenn man jeden Ton an seinen Platz setzt, einen neben den andern, sie mit dem Pinsel leicht mischt und ohne Quälen ineinander übergehen läßt."

"Dann kann man über die so vorbereitete Fläche zurückkehren und jene bestimmten Drucker aufsetzen, die immer das Kennzeichen großer Meister sind." (nach Descamps)."

Dazu noch Zitate aus Seite 296:

Prinzip des Rubens war, das Licht deckend aufzutragen, die Schatten aber dünn und durchsichtig zu halten.


... Ein Gespräch mit van Dyck blieb erhalten, wonach wenigstens die letzte Lage der Schatten durchsichtig sein müsse, und ferner der Rat des Rubens an Teniers, dessen spätere Bilder durch dickes Malen (auch in den Schatten) die Wärme früherer Bilder verloren hatten: Er solle die Lichter kräftig, die Schatten aber dünn malen, sonst habe auch die Grundierung keinen Zweck, d. h. sie sei nicht mitbenützbar zur Wirkung. Das bezieht sich auf die Methode der optischen Grau, die entstanden, wo in Halbtönen der Untergrund nur schwach gedeckt wurde und durchwirkte. Sie geben den Originalen des Rubens die meisterhafte Lockerheit und fehlen in den darum hart wirkenden Schulbildern.

Ein eigener Hinweis an dieser Stelle: Der vorstehend gebrauchte Begriff „Grundierung" ist hier nicht die Anfangs-Grundierung der Malfläche, sondern die farbige Flächentönung (Imprimitur nach Doerner), und der Begriff „optisches Grau" hat mit Grauwerten nichts zu tun, weil praktisch nirgends Grau entsteht, sondern es ist die „farbige Dunkelheit" gemeint.

Ab Seite 286 bespricht Doerner individuell Tizian, besonders seine Lasurmalerei:

Zitat Seite 288, 3. Absatz:

"Svelature, trenta o quaranta!" Lasuren, dreißig oder vierzig, ist ein überlieferter Ausspruch Tizians. Das ist nicht so zu verstehen, als habe er das ganze Bild immer wieder mit neuen Lasurschichten überdeckt. ... Zu unterscheiden ist hier zwischen den lokalfarbigen Einzellasuren und den Gesamtlasuren über das ganze Bild."

Wer mehr als 3 Lasuren übereinanderlegt, treibt nicht selten bzw. regelmäßig altmeisterlich-malerischen Unsinn. Und das nicht nur aus Gründen der wichtigsten Farbenmischgebote, sondern auch, weil bei jeder Lasur eine Menge Bindemittel/Malmittel aufgebracht wird, was zur Speckigkeit und zum Nachdunkeln führen kann - sofern die Anzahl der Lasurschichten unverantwortlich ansteigt.

Ich darf aus diesem Grund Kurt Wehlte ergänzend zitieren (Kurt Wehlte, Werkstoffe und Techniken der Malerei", 1967 Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH), Seite 822 (mit meiner persönlich formulierten allgemeinen Verbindlichkeit, daß sich die Regeln für das direkte Farbmischen auch und erst recht auf Lasuren erstrecken!).

„Als Grundsatz für das Farbmischen darf gelten, daß man zunächst versuchen muß, mit 2 Mischkomponenten möglichst nahe an das gewünschte Ziel heranzukommen! Nötigenfalls wird dann noch durch Hinzuziehen einer 3. Komponente das verlangte Schlußresultat erreicht. ... Nach den vorstehenden Darlegungen wird klar geworden sein, daß jedes Hinzubringen einer neuen Mischkomponente gleichzeitig eine Subtraktion reflektierten Lichtes bedeuten muß! Durch kompliziertes Mischen verliert jede Malerei an Frische und Unmittelbarkeit! Jeder Akademieschüler weiß, was es heißt, eine Farbe zu Tode zu mischen. ..."

Fazit:
Ab der 4. Lasur hört vernünftige Malerei bei Lichte besehen eigentlich auf. Und ich darf persönlich Wehltes Kommentar bestätigen: Richtig, malen heißt ja nicht, den Regeln des additiven Mischens zu folgen, sondern des subtraktiven. Jeder Akademieschüler weiß auch, wenn er nicht gerade begriffsstutzig ist, was es heißt, "eine Farbe zu Tode zu lasieren." Weil es übrigens im Bereich der Kunst keine Regel ohne Ausnahme gibt, wird an dieser Stelle auf den Vorgang der farbigen Übermalung im pallastschen Malervideo hingewiesen. Hier ist die Grundfarbe der drei Rosen mit vier Farben ermischt worden, jedoch waren dies alle warmtönige sprich verwandte Farben im engen Bereich Rot bis Gelb. Solche feinen Abtönungen sind ausnahmsweise erlaubt, denn sie bremsen Frische und Unmittelbarkeit nicht. Im Übrigen ist es sogar erlaubt, Farben zu Tode zu lasieren, wenn der Lasureffekt nötig ist, um ein besonderes künstlerisches Ergebnis herzustellen. Man sieht also, Kunst kennt heutzutage keine Grenzen! In der Gegenwartskunst ist schließlich alles erlaubt, nicht aber in der altmeisterlichen! Gleiches gilt übrigens vergleichsweise für die strenge Harmonierlehre eines Johann Sebastian Bach und seiner Zeitgenossen.

Ab Seite 307 meines Doernerbuchs wird die Maltechnik Rembrandts besprochen. Hier hat Doerner sich aber passagenweise derart fundamental geirrt, daß Generationen von Malern auf falsche Fährten gelockt wurden. Daher beende ich meine Zitate, um nicht vom Thema abzuschweifen.

All dies mühsam wieder erworbene doernersche Wissen um altmeisterliche Maltechnik muß sich jeder Maler selbst durch gewissenhaftes Nachdenken und viel Mühe täglich immer wieder aneignen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Lienhard Pallast