Hier folgt die
Auflösung des Preisrätsels
Zwischen diesen drei Damen gibt es keinen
»Unterschied«, denn es handelt sich immer um die
gleiche Persönlichkeit, nämlich Maria, die Mutter des
Jesus von Nazareth. In der Reihenfolge von links nach
rechts sehen Sie:
1. Die Mutter des Jesus von Nazareth,
veranschaulicht dargestellt, so, wie sie mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirklich
ausgesehen hat (gemeint ist hier ihr Aussehen am Ende
ihres Lebenswegs, nachdem sie mehr als ein Dutzend Kinder
zur Welt gebracht hat und einfach nur abgearbeitet,
ausgebrannt und müde ist).
2. Die allerreinste, selige, glorreiche und
heilige Jungfrau Maria,
die Mutter »Gottes«, dargestellt in meist üblicher
grandioser Verkitschung.
3. Die gekrönte Himmelskönigin Maria
mit dem Jesuskindchen-Prinzen im Arm, dargestellt als
mächtige Herrscherin.
Weitere Ausführungen zur Lady 1: Die echte
Mutter des Jesus von Nazareth
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Dieses
Mutterbild ist zwar bis ins letzte Detail ein
reales, konnte jedoch weder der katholischen noch
der evangelischen Kirche für ihre Zwecke
nützlich sein. Also schufen sich diese Kirchen
einige verfälschte Mutterbilder, mit denen sich
2000 Jahre lang prima leben, herrschen und
unterdrücken ließ und heutzutage noch
läßt. Also, liebe MitmenschInnen,
erschrecken Sie bitte nicht zu sehr. Was ich hier
treibe, erscheint den Frömmlern höchst
gotteslästerlich zumindest ganz
ungewöhnlich, und für bescheuklappte Menschen
ist es der Gipfelsturm, vielleicht sogar der
Gipfelorkan der Blasphemie aber bei dieser
Blasphemie handelt es sich praktisch um die
Wahrheit und um nichts als die Wahrheit. Von der
wir ja nichts wissen wollen! Leider kommen die
Bescheuklappten unter uns Menschen mit der
Wahrheit nie so richtig zu Rande, so daß ich
mich gezwungen sehe, ein wenig satirischer als
sonst zu formulieren. Das hilft, wachzurütteln!
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Wie damals üblich, hat die Mutter
des Jesus von Nazareth »rund ein Dutzend« Kinder mit
und von ihrem Mann, der sexuell rechtschaffen aktiv
gewesen sein mußte, bekommen; weniger werden es ganz
sicher nicht gewesen sein, denn sie und ihr Mann
brauchten üblicherweise ihre leiblichen Kinder zur
Alterssicherung anstelle nicht existierender
Sozialversicherung. Einige ihrer empfangenen Kinder wird
sie bei den damaligen hygienischen Umständen und nicht
vorhandener medizinischer Versorgung nicht lebend zur
Welt gebracht haben, und einige sind sicher im
Jüngstenalter gestorben oder waren vielleicht
geistig/körperlich behindert. Wer weiß. Die Namen ihrer
Kinder wurden nur überliefert, sofern es sich um
männliche Nachkommen gehandelt hat (die weiblichen
Kinder galten damals nichts, sind in der Bibel also nicht
namentlich aufgeführt), und das waren Jakobus, Judas,
Joses, Josef, Simon und natürlich Jesus. Dieser Jesus
war möglicherweise der erstgeborene Sohn, und er lernte
es, jene Arbeit auszuüben, die der Vater (vermutlich war
sein Name Josef) auch ausübte:
Tagelöhner auf dem Bau und dort, wo gelegentlich Hilfen
gebraucht wurden.
Ich möchte nicht wissen, in welcher Armut
diese Mutter ihre Kinder großziehen mußte. Allein der
Mangel an Hygiene wird sie unablässig verzweifeln haben
lassen. Zur Hausarbeit standen keine Maschinen bereit.
Noch nicht einmal Wasser gab es in ausreichenden Mengen;
Mühe und Plage haben sie sicher schnell altern lassen,
so daß das vorstehende Foto-Zitat als
Realissimo-Darstellung dieser Frau dienen kann.
Ich möchte auch nicht wissen, was diese
Frau in hygienischer Hinsicht unternahm, um zu den
Zeiten, in denen sie ihre Periode hatte, mit dem
Menstruations-Ausfluß fertig zu werden. Was hat sie bei
Frauenkrankheiten unternommen? Womit hat sie ihre
Familie, die sehr schnell zur Großfamilie heranwuchs,
beköstigt? Wie hat sie die Wäsche aller
Familienmitglieder gewaschen? Gab es für jedes
Familienmitglied mehr als nur ein Unter- und Oberkleid?
Wie und in welch kleiner Behausung hat die Großfamilie
gewohnt?
All die Schwierigkeiten hat sie meistern
müssen, und allen Frauen erging es in dieser Zeit im
vorderasiatischen Bereich so; in diesem Umfeld lebten die
unterschichtigen Frauen, und Schmutz und Armut sind das
begleitende Kennzeichen sozialer Unterschichtigkeit
damals wie heute. Maria wird tagaus tagein
ziemlich streng gerochen haben um nicht zu sagen,
höllisch gestunken! Hinzu kommt der übliche Mangel an
Bildung, was nicht verwundert, denn Haushalts- und
Tagelöhnerarbeit stellen keine Zeiten für
Fortbildungsmaßnahmen bereit.
Nun ist ihr Sohn Jesus ohne es
gewollt zu haben! zum indirekten Urheber (nicht
Gründer) einer Religion geworden, der man voreilig das
Prädikat »christlich« gegeben hatte. Schon das war die
erste raffinierte Leistung der sich entwickelnden »sich
christlich nennenden Kirchen« unter Paulus; das kuriose
Wirken dieses unheiligen heiligen Paulus war das größte
Unglück, das der Kirche damals überhaupt zustoßen
konnte, denn ein »Christos« ist die griechische
Bezeichnung für König, und dieser Jesus von Nazareth
war als Tagelöhner »ein armer Hund« und alles andere
als ein König! Und weil die sich christlich nennenden
Kirchen zu Amtskirchen mutierten, die nach
Religions-Diktatur, Macht und öffentlichem Ansehen
strebten, blieb es nicht aus, daß diese Amtskirchen sich
zwei Personen sofort unter den Nagel gerissen haben:
1. Jesus selbst und 2. seine Mutter.
Weitere Ausführungen zur Lady 2: Die
Kitschmadonna

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Die
Kitschmadonna ist das absolute Sinnbild
filigran-firlefanziger Schönheit (so weit das
Auge reicht), voll Keuschheit hoch drei,
erstklassig gepflegt, ohne Gesichtsfalten, voll
Zartheit, Flitter, Lieblichkeit und
kitschologischer Unschuld; in diesem Zustand
entzog sie sich normalem Tod und normaler
Beerdigung, und sie ist so sagen die
Verkitschten der Amtskirchen entgegen der
Direttissima schnurstracks in den Himmel
aufgefahren, wo ihr schmalzlockiger Sohn (hier in
zartrosa Umgebung bestens hairgestylt, zuckerig
schlummernd) heute noch hauptberuflich in der
allerhöchsten Unternehmensleitung tätig ist.
Auf diese Weise wurde sie praktisch deus ex
machina zur regina pacis, zur Königin des
Friedens und noch Edlerem. Einen Haushalt samt
notwendigem Krempel an Gerätschaften
einschließlich Tätigkeiten ausüben wie Kochen,
Schrubben und Betätigung am Waschtag einmal im
Monat mußte sie auf Erden keinesfalls führen
(ihre grazilen Patsche-Händchen hätten das auch
nicht ausgehalten), und diese Anti-Emanze hat
auch nur ein einziges Wunsch-Kind bekommen, und
das als bleibende (!) Jungfrau mit einem Hymen,
das auf Biegen und Brechen nicht kaputtzukriegen
war; und jede Art von Geschlechtsverkehr
erst recht jeder Spaß am Orgasmus war ihr
absolut wesensfremd, weil die sich christlich
nennenden Amtskirchen das nachträglich so
wünschten. Stattdessen kopulierte die Schamhafte
im reinen Koitus abstractus mit einem penisfreien
Heiligen Geist, und es wird sich bei dieser
Besamungstechnik vermutlich um eine heutzutage
noch unentdeckte Art religiöser
»Invitrofertilisation« allerreinster
Reagenzglas-Keuschheit oder was ähnliches
gehandelt haben. |
Zusätzlich
möchte ich noch anmerken: Das vorstehend
beschriebene Mutterbild heutzutage immer
noch der Standard schwachsinniger Marienverehrung
wurde recht bald unter dem Motto »Kitsch
as Kitsch can« kirchenvermarktet. Solch eine
Kitschmadonna war nötig geworden, weil die
Amtskirche fern von Sexualität angesiedelt
werden mußte und die Kitschmadonna allen
verklemmten Priestern - bis hin zum extrem
marienverkitschten Papst Pius XII - und
analog-behinderten Gläubigen (vor allem den
zwangsenthaltsamen Patres und Nonnen in ihren
Klosterzellen) als hochwillkommener Sex-Ersatz
dienen konnte (und mußte!). Die Psychologie hat
dafür sogar einen Extra-Fachbegriff erfunden,
und der lautet »Sublimation« (Umleitung auch
des stärksten Sexualtriebs in Richtung
»seelisch-geistliche Ersatzbefriedigung«). So
entstand ein Schickimicki-Madönnchen, das mit
der echten Mutter des Jesus von Nazareth soviel
gemeinsam hat wie ein schlechter, unbegabter
Geigenschüler mit einem Geigenvirtuosen, der auf
einer echten Stradivarius konzertiert, nämlich
nichts. In meinem Buch »Vom Glockenklang zum
Kriegsgesang« habe ich in diesem Zusammenhang
einen neuen Begriff kreiert und genauer
beschrieben, den der »frömmlerischen Onanie«.
Kitsch in Reinkultur hat eine stark
ablenkende Wirkung, verzweigt den Blick auf
fürchterliche Falschheiten und verhindert
insgesamt scharfes Nachdenken über
Ungereimtheiten, Kirchen-Diktatur, sexuelle
Bevormundung sowie damit zusammenhängend jede
Art von Ausbeutung der Menschen hier der
Kirchenmitglieder zum Zweck äußerer
Prachtentfaltung der kirchlichen
Altmänner-Leitungshierarchie. So läßt sich die
Bewirtschaftung des Menschen durch den Menschen
unbehindert durchführen. Hierzu vermerke ich
ganz besonders und sehr ernsthaft:
Als 1999 die privat angehäuften
Besitztümer des umgebrachten Diktators Ceausescu
(Rumänien) öffentlich versteigert wurden, sagte
eine elegante alte Dame bei der Vorabbesichtigung
der Versteigerungsobjekte (Der Spiegel 33/99, S.
135): »Nichts als Kitsch. Unglaublich, wie sich
ein Mensch mit diesem Geschmack eine ganze
Kulturnation unterwerfen konnte.« Ich vergleiche
meine wichtige Erkenntnis:
»Eine Masse an Menschen läßt sich
unglaublich leicht unterwerfen, wenn der
Unterdrücker (Diktator) es vesteht, den
Kitschgeschmack der Massen zu treffen und für
seine Zwecke auszunutzen. Und genau das ist bei
Ceausescu geschehen vergleichsweise auch
bei sich christlich nennenden Amtskirchen und
deren Päpsten, Kardinälen, Priestern und
sonstigen sich christlich nennenden
Berufschristen. Ähnliches geschah ja auch bei
Hitler, Mussolini, Bokassa und vielen anderen
Personen und Organisationen.«
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Weitere Ausführungen zur Lady 3: Die
Herrscherin

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Die Herrscherin war eine Potentatin,
weit über jedem Kaiser, König, Grafen und
Kardinal erhaben, mit Locken, die der
Palast-Friseur dreimal täglich frisch gewaschen,
aufgedreht und dann lockig gekämmt hat,
ausstaffiert mit dem kaiserlich-königlichen
Fummel von Goldbrokat und mit allem äußeren
Klunker der Herrschaft und somit automatisch
anhängendem Gewaltmonopol; und der
stromlinienförmige, kantenlose Junge (mit dem
angehenden Gelehrtenschädel, aber reichlich
naiven Gesicht, ebenfalls vom Palast-Friseur
dreimal täglich frisch gestylt) auf ihrem Arm,
das allerliebste Jesulein, wird später mal der
Herrscher des Weltalls (den Reichsapfel hält er
jedenfalls schon recht selbstbewußt fest) und
Richter zum Ende aller Tage. Somit haben wir es
mit der allerwürdigsten Vertreterin der
Oberschicht zu tun, die keine arme Socke mehr ist
wie die eingangs geschilderte echte Maria,
sondern neureiche Regentin allererster
Potentaten-Klasse. Wobei es niemand zu stören
scheint, wenn Mutti wie z. B. auf diesem
Bild meist unendlich geistlos aus der
Wäsche schaut. |
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