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Fakten, Meldungen und Meinungen zum Terroranschlag auf
das World Trade Center New York am 11. September 2001 vorzugsweise
für Querdenker
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Um die Palästinenserlager Sabra und Shatila
geht es in diesem Dokumentations-Beispiel.
Aufstände der Palästinenser und Kriege mit
Unterstützung arabischer Nachbarländer blieben nach der
Staatsgründung Israels weitgehend erfolglos. Brutale
Terroranschläge (die durch nichts zu entschuldigen
sind!) der palästinensischen Befreiungsorganisation (der
»PLO« unter dem damaligen Chef Arafat) und anderer
Organisationen, beispielsweise während der Olympiade
1972 in München, hatten zur logischen Folge, daß die
Palästinenser allgemein zu Gewalttätern abgestempelt
wurden und sich weltweit größtenteils in ein
moralisches Abseits manövrierten, während die Israelis
bedauert wurden. Die Israelis dehnten ihr Staatsgebiet
weiter aus und begannen nach gewonnenen Kriegen in
besetzten Gebieten weitere Verdrängungsmaßnahmen sprich
Siedlungstätigkeiten. So wie die Indianer Nordamerikas
werden mehr und mehr Palästinenser erbarmunglos seit
Jahrzehnten in Reservaten aufbewahrt (Fachbegriff für
diese Art Reservat: Palästinenserlager) und allgemein in
ihrem palästinensischen Heimatland, in den
Flüchtlings-Aufnahmeländern sowie in den besetzten
Gebieten entweder recht und schlecht geduldet oder
gejagd, ihrer Menschenrechte beraubt, in Lagern, die den
Israelis zugänglich waren, von Israelis willkürlich
gedemütigt, gefoltert und umgebracht.
Der Kölner Stadt-Anzeiger vermerkte am 15.05.98
aufrichtig: »Der Mythos vom Land ohne Volk":
... Die zionistische Verheißung ein Volk
für ein Land ohne Volk" war von Beginn an
ein Mythos. Nicht nur 520.000 Juden lebten in den
Gebieten Palästinas, die nach dem UN-Teilungsbeschluß
Israel zuerkannt wurden, sondern auch 350.000 Araber. ...
Ursprünglich ideologisch nicht gewollt (aber durchaus
militärisch erwünscht), baute die politische Führung
der jüdischen Gemeinschaft wie mehrfach belegt
ist darauf, daß ein großer Teil der
Palästinenser nach Israels Unabhängigkeiterklärung das
Weite suchen würde. Doch die arabische Bevölkerung
Palästinas floh nicht von selbst, wie viele Israelis
noch immer gerne meinen. Nachrichten über vereinzelte
Massaker wie die von Deir Yassin einem Dorf
südwestlich von Jerusalem, wo jüdische
Ultranationalisten am 9. April 1948 weit über 100
Menschen niedermetzelten hatten vielerorts Angst
und Schrecken verbreitet. Die Araber-Trecks in Richtung
Gaza und Westjordanland schwollen erst nach solchen
Meldungen an. Die Tagesbefehle richteten sich nach dem,
was Israels militärische Führung für notwendig hielt.
Das christliche Nazareth etwa wurde verschont. Die Regel
allerdings lief zunehmend auf die Politik der
systematischen Säuberung hinaus. So ließ die Haganah
während der Operation Nahschon", die den
Druck von dem belagerten Jerusalem nehmen sollte, fast
alle Häuser der Westkorridor-Dörfer sprengen. Jede
Rückkehr der Flüchtlinge sollte verhindert werden.
Besonders gnadenlos griffen die Truppen im Juli 1948,
unterstützt von Artillerie und Luftbombardements, auch
die arabischen Städte Ramla und Lydda (Lod) an, die als
potientielle Bedrohung von Tel Aviv galten. In Lydda
wurden die Männer auf Plätzen und in Moscheen
zusammengetrieben, 250 von ihnen massakriert. ...«
Das »natürliche« Recht, 1948 in Palästina einen neuen
Staat errichten zu dürfen, weil vor zweitausend Jahren
dort einst ein israelitischer Staat bestand, war
demzufolge nichts anderes als das Recht des Stärkeren.
Nicht nur das moderne Israel muß ein schlechtes Gewissen
in diesem Punkt »Recht des Stärkeren« haben, nicht nur
beispielsweise die USA (was vergleichbar den »Umgang«
mit ihren Indianern anbetrifft), sondern vergleichsweise
auch wir Deutschen, denn wir haben einst vor
Jahrhunderten eine bodenständige Bevölkerung im Osten
(siehe Preußen) gewaltsam verdrängt und waren im
Zweiten Weltkrieg intensiv damit beschäftigt, andere
Länder zu besetzen und deren Bevölkerung zu demütigen,
zu foltern und umzubringen.
Ich fürchte, daß braungefärbte deutsche Volksgenossen
irgendwann wieder fröhliche Urständ feiern, um
ehemalige deutsche Ostgebiete erneut zu beanspruchen. Vor
solch einer Tragödie mögen uns alle Menschen
Deutschlands bewahren, die sich zivilisiert betragen
können und hoffentlich mittlerweile die moralisch
wirksame Mehrheit in unserem Land auf Dauer geworden
sind. Ich konstruiere dennoch: Vielleicht werden sich in
2000 Jahren Deutsche aufmachen und die ehemaligen
Ostgebiete erneut besetzen, indem sie sagen: »Wir kehren
heim ins Reich nach West- und Ostpreußen und
Schlesien und Böhmen und Mähren, und dies tun wir kraft
unseres natürlichen und historischen Rechts«. Sollte
dies in 2000 Jahren einst geschehen, so brauchen solche
Urheber nur noch die Unabhängigkeitserklärung der
Israelis vom 14. Mai 1948 abzuschreiben und entsprechend
zu modifizieren.
Diese ausführliche Einführung hielt ich für
erforderlich, um nachfolgendes Beispiel für die
religiös-fundamentalistische israelische Gewaltmoral,
die sich auf das mosaische Gesetz des AT stützt, zu
schildern: Das Massaker an Palästinensern in den
Palästinenserflüchtlingslagern Sabra und Shatila in
Westbeirut (Libanon) im September 1982.
Chronologie der Ereignisse in Kurzform:
Dienstag, 14.09.82: Der designierte libanesische
Präsident Beschir Gemayel fällt einem Attentat zum
Opfer. Gemayel war auch Chef der »christlichen« Milizen
Libanons.
Mittwoch, 15.09.82: Begin (israelischer
Ministerpräsident) sendet ein Telegramm an den Vater des
Ermordeten und teilt mit, daß er »über die
verbrecherische Ermordung des großen Patrioten und
mutigen Kämpfers für Freiheit und Unabhängigkeit
Libanons schockiert ist«. Die israelische Armee besetzt
Beirut.
Donnerstag, 16.09.82: Die israelische Armee umstellt auch
die Flüchtlingslager Sabra und Shatila, läßt jedoch
bewußt Eingänge offen, durch die sich Soldaten der
Falange und »christliche« Milizen (auch Mitglieder der
Haddad-Miliz) Libanons Donnerstag Nacht Zutritt
verschaffen können. Ein furchtbares Massaker der
Falangesoldaten und »christlichen« Milizen an den
wehrlosen Palästinensern beginnt am Donnerstag. Zahl der
Opfer nach späteren libanesischen Schätzungen und
Vermutungen der PLO: Zwischen 1200 und 3500 Tote. Die
genaue Zahl der Toten läßt sich nicht ermitteln, weil
viele Leichen aus den Lagern mit unbekanntem Ziel
abtransportiert werden.
Freitag, 17.09.82: Das Massaker hält den ganzen Tag an
und geht noch in der Nacht zum Samstag weiter. Der
Spiegel Nr. 39 vom 27.09.82 berichtet auf Seite 141:
»Zwei Stunden später nähert sich der norwegische
Diplomat Gunnar Flakstadt dem Lager Shatila. Er will
Berichte prüfen, nach denen in den Lagern gekämpft
wird. Er sieht, wie ein Bulldozer, die Schaufel voller
Leichen, aus dem Lager fährt.«
Samstag, 18.09.82: Das Massaker an den Palästinensern
ist zu Ende. Der Spiegel Nr. 39 berichtet weiter:
»Samstagvormittag: Nach etwa 36 Stunden Dauer ist das
Morden zu Ende, gleichen die Lager apokalyptischen
Friedhöfen, auf denen die Leichen am Boden liegen,
einzeln von Bulldozern zusammengeschoben und halb
verschüttet.« Schreckliche Fotos, die später von den
vorgefundenen Opfern gemacht wurden, bestätigen dieses
Zitat.
Montag, 20.09.82: Das Massaker wird weltweit bekannt und
stößt auf große Empörung. Die israelische Regierung
bestreitet offiziell jede Beteiligung. Im Lager wurden
furchtbar entstellte Leichen, die von den Milizionären
notdürftig verscharrt worden waren, entdeckt. Es wird
bekannt, daß die immer sehr gut informierte israelische
Regierung bereits am Freitag vom Massaker Kenntnis
erhalten hat. Demnach hat sie nach dem
gegenwärtigen Stand der noch recht spärlich vorhandenen
Erkenntnisse sich wegen bewußt unterlassener
Hilfeleistung mitschuldig gemacht, weil sie viele Stunden
nichts unternahm, um das Massaker zu beenden.
Mittwoch, 22.09.82: Der israelische Politiker Peres
sagte: »Man muß kein politisches Genie sein, um
angesichts des aufgestauten Hasses nach dem Mord an dem
designierten libanesischen Präsidenten und Milizen-Chef,
Beschir Gemayel, die Folgen vorherzusehen.« Scharon,
israelischer eisenharter nationalistischer
Verteidigungsminister, »um Lügen nie verlegen« (siehe
Der Spiegel Nr. 40 v. 04.10.82 S. 147/150), soll nunmehr
zugegeben haben, daß er die christlichen Milizen nicht
nur gewähren ließ, sondern unterstützt habe. Das
israelische Parlament, die Knesseth, entscheidet sich
gegen eine offizielle Untersuchung des Massakers.
Zitat aus dem Kölner Stadt-Anzeiger, 23.09.82 Seite 6
Beirut/Jerusalem (dpa/ap): »Unterdessen sprach sich das
israelische Parlament gegen eine öffentliche
Untersuchung des Massakers aus. ... Zuvor hatte
Verteidigungsminister Scharon eingeräumt, daß die
israelischen Streitkräfte die christlichen Milizen in
gewissem Maß unterstützt hätten. Scharon gab auch
erstmals öffentlich den Anfangszeitpunkt der Aktion zu.
Danach waren die Christenmilizen bereits am
Donnerstagabend in die Lager eingedrungen. Nach Aussagen
Scharons hätten die Israelis mit Leuchtbomben aus
Flugzeugen das Gebiet für die Aktion erhellt.«
Samstag, 25.09.82: Im Kölner Stadt-Anzeiger erscheint
ein Sonderbericht von Peter Gerner zu den
Aufräumarbeiten in den Lagern Sabra und Shatila. Es wird
den Lesern klar, daß die Palästinenser bestialisch
umgebracht worden sind (Beispiel in dem Bericht: Eine
Schwangere wurde aufgeschlitzt und ihr Baby geköpft).
Montag, 26.10.82: Israels Verteidigungsminister Scharon
hat öffentlich bekannt, daß er den Befehl zum Einsatz
der christlichen Falangisten in den Palästinenserlagern
Sabra und Shatila gegeben hat.
So weit die kurzgefaßte Chronologie. Gibt es
zuverlässige Augenzeugen- bzw. weitere
Tatsachenberichte, die über jüdische Verantwortung
Auskunft geben? Die taz (die tageszeitung) vom Freitag,
dem 8. Oktober 82, berichtet unter »Rekonstruktion eines
Massenmordes Was geschah in Sabra und Shatila?«.
Zitate:
»Eine französische Krankenschwester aus dem
Acca-Krankenhaus, das dem südlichen Eingang der Lager
gegenüber liegt, bemerkt in den Morgenstunden (Mittwoch,
15.09.82) israelische Panzer und dies vor dem
Krankenhaus, direkt an der Grenze der Lager. Andere
Augenzeugen sehen ein paar Meter weiter, in der Umgebung
der kuwaitischen Botschaft, israelische Panzer und
gepanzerte Fahrzeuge. Etwa 700 Meter weiter nördlich, am
Stadion Camille Chamoun, das im Westen an den
Lagerkomplex angrenzt, stehen ebenfalls israelische
Panzer. Sabra und Shatila sind umzingelt.«
»Die libanesische Armee hatte bis zum Vortag die Lager
umstellt gehalten und mehrfach Waffen konfisziert.
Eilfertig zieht sich die Armee zurück, als die Israelis
nach Beirut vordringen. Wir erhielten in der Nacht
Befehl, uns in die Kasernen zurückzuziehen",
berichtet ein libanesischer Soldat.«
»Gegen 15 Uhr fragt Israels Generalstabschef Eytan über
Funk an, ob die Milizen bereit seien, die Lager von
Terroristen zu säubern". Etwa eine Stunde später
werden auf der Hauptstraße von Sabra-Shatila
Panzerfahrzeuge ausgemacht. Die Israelis verhängen eine
Ausgangssperre für alle von ihnen besetzten Gebiete.
General Drori ordert den Kontaktoffizier der
libanesischen Milizen, mit der Aktion zu beginnen. Um
fünf Uhr findet am Flugplatz ein Appell der
Miliztruppen, an dem angeblich auch Generalstabschef
Eytan teilnimmt, statt. Die Milizionäre bekommen von den
Israelis Kartenmaterial und Luftaufnahmen der Lager. Fast
genau um 17 Uhr (Anmerkung des Verf.: Donnerstag,
16.09.82) betreten die christlichen" Milizen
von einer Kette von Sandhügeln aus, die das Lager im
Westen zur kuwaitischen Botschaft und zum Stadion hin
begrenzen, Shatila. Das Massaker beginnt.«
»Israels Generalstabschef Eytan erklärt später in
einem Rundfunkinterview, seine Männer seien westlich der
Lager stationiert gewesen, also eben dort, von wo das
Massaker seinen Anfang nahm, und hätten von dort aus die
Milizen nicht überwachen können.«
»Die israelischen Truppen hatten ihr Hauptquartier
unweit der kuwaitischen Botschaft aufgeschlagen und in
drei zerstörten Appartmenthäusern Beobachtungsposten
errichtet. Vom 6. Stock der alten libanesischen
Offiziersresidenz aus konnten sie die Straßen und Gassen
der Lager perfekt beobachten. Die Kriegsschäden in dem
Lager erlauben einen unverstellten Blick. Auf den Hügeln
am Westrand von Shatila saßen israelische Soldaten auf
ihren Panzern und schauten auf das Geschehen hinab, eine
Beobachtung, die nicht nur zahlreiche Augenzeugen,
sondern auch ein US-Diplomat (gegenüber der Zeitschrift
Newsweek) bestätigt. Die israelischen Leuchtraketen, die
die Gegend in helles Licht tauchten, wurden von fast
allen Vierteln Beiruts aus gesehen. Ein israelischer
Soldat, am Rand der Lager auf Posten, gab gegenüber der
Jerusalem Post" zu, mit seiner Mörsereinheit
2 Leuchtraketen pro Minute über die Lager gefeuert zu
haben.«
»Mehrere Augenzeugen sehen Munitionskisten mit
hebräischer Aufschrift auf den Straßen.«
»Um halb acht tagt das israelische Kabinett und
genehmigt den Einsatz Falangistischer
Milizen", der bereits im Gang ist, um die Lager zu
säubern".« An dieser Stelle muß
ausführlicher erklärt werden, was mit
säubern" wirklich geplant war. Dazu ein
weiterer Augenzeugenbericht aus der taz:
»Bis in die Abendstunden donnerte um uns herum das
Artilleriefeuer. Wir haben unsere Kinder genommen und uns
nicht vom Fleck bewegt. Dann, gegen 6 Uhr, haben sie uns
aus dem Haus geholt. Sie brachten uns, Gewehr im
Anschlag, zu einem Keller Richtung Stadion. Auf den
Straßen war es von den Leuchtraketen taghell.
Stellt euch hier an der Wand auf", haben sie
uns schließlich befohlen. Wir haben geweint, sie sagten
zu uns: Seid froh, daß wir euch haben und nicht
die Juden. Wir sind besser als die Juden", sagten
sie, und dann haben sie die Männer vor unseren Augen
erschossen. Meinen Mann und zwei meiner Söhne, und die
vier Nachbarskinder auch. Ihr Blut lief die Wand hinab.
Ein Freund war noch hinter uns hergerannt und wollte mir
Windeln bringen für mein Baby. Den haben sie neben
meinen Söhnen erschossen. Sie haben noch versucht, die
Toten zu begraben, aber das war ihnen in der engen Gasse
wohl zu schwierig. Da haben sie Matratzen über die
Leichen geworfen (Anmerkung des Verf.: Dieses
überhastete Verscharren" von Leichen ist in
mehreren Presseberichten übereinstimmend erwähnt).
Draußen waren sie mit Bulldozern bei der Arbeit und sie
warfen Handgranaten in die Häuser. Uns haben sie dann in
einen Raum gesteckt, vielleicht 15 Frauen und 30 Kinder.
Da drinnen haben sie die meisten Mädchen gefesselt, auch
eine alte Frau, und mit denen haben sie gemacht, was sie
wollten. Sie hatten Gewehre, große Messer und Pistolen.
Im Raum waren schon an die 20 Tote, eine Frau haben sie
regelrecht in der Mitte durchgeschlagen, und ein 9 Monate
altes Kind, dessen Familie sie schon ermordet hatten, hat
eines dieser Schweine noch in den Bauch geschossen und
dann erwürgt. Andere wurden aus dem Raum geholt und
draußen erschossen.
Wir saßen neben den Toten, die sie noch nach Geld und
Schmuck durchsuchten. Wenn die ein Armband haben wollten,
hackten sie der Toten die Hand ab. Wir waren die ganze
Zeit bewacht, es war ein ständiges Kommen und Gehen von
Soldaten. Auf einigen Uniformen habe ich die Zeder der
Falangisten erkannt, auf den anderen stand etwas, was ich
nicht lesen konnte. Die meisten sprachen arabisch, den
Akzent der Gegend östlich von Beirut. Ich kenne die
Sprache, habe 5 Jahre in Bourj Hammozud gelebt. Aber es
waren auch große, blonde dabei, die sprachen nicht
arabisch. Andauernd kamen Lastwagen an, da luden sie
Essen, Obst und Mineralwasser und Munition ab und
brachten es in den Raum. Dann machten sie noch Witze:
Willst du Schweinefleisch?" fragte der eine
seinen Kumpanen. Ich schieße dir das beste
Schwein, das ich finden kann."«
Das jüdische Israel war für das Massaker
verantwortlich. Eine Schlußbemerkung: Israel hat sich
die Hände nicht beschmutzt, sondern die Drecksarbeit
anderen überlassen.
Die Bibel war traditionsgemäß im modernen
Israel immer noch kein Ansporn, moralisch zu handeln.
Im Kölner Stadt-Anzeiger 29.09.82, Seite 4, berichten
Steven Hindy und Kate Doria über den Fortgang der
Ereignisse diesmal der aktiven Unternehmungen der
israelischen Soldaten: »Verwüstete Privatwohnungen, mit
Kot verschmierte Moscheen und geplünderte Krankenhäuser
kennzeichnen nach Berichten von Augenzeugen den Weg der
israelischen Besatzungstruppen in West-Beirut. Auf dem
Flughafen, in Schulen und Mietskasernen nahmen die
Soldaten alles an sich, was nicht niet- und nagelfest
war. Auch Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen waren
vor dem Zugriff der Soldaten nicht sicher. ...
Umliegenden Geschäften ging es nicht besser. ... Ein
Polizeibeamter der Hauptwache teilte mit, er wisse von
mindestens 50 Klagen über Autodiebstähle durch
Israelis.« Mir scheint es jetzt notwendig, an Ben Gurion
und die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 zu
erinnern: »Hier schuf das jüdische Volk eine nationale
und universelle Kultur und schenkte der Welt das Ewige
Buch der Bücher.«
Einer von mehreren späteren Berichten ist die
PeP-Meldung des Kölner Stadt-Anzeigers Nr. 165/2 1990:
Überschrift: »Scharon ruft erneut zum Mord an Arafat
auf«. Zitat: »Jerusalem Zur Ermordung von
PLO-Führer Arafat hat Israels Handelsminister Scharon
gestern erneut aufgerufen (Anmerkung des Verf.: Der
Mordaufruf gegen Salman Rushdi geht in die gleiche
Richtung und unterscheidet sich nicht vom Verbrechen des
Mordaufrufs Scharons.). Er sagte, wenn
Verteidigungsminister Rabin einen konkreten Plan zur
Beendigung der Initifada und zur physischen
Vernichtung der PLO-Führung" anbieten könne, dann
werde er die Forderung Rabins nach einer Erhöhung des
Militärbudgets nicht nur unterstützen, sondern noch
erweitern.«
Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, daß Scharon die
»physische Vernichtung« gefordert hat, was immer mit
»Töten« übersetzt werden muß, und weil er 1982 zur
Zeit des Massakers in Sabra und Shatila der
verantwortliche Verteidigungsminister war, dürfte die
»physische Vernichtung« der Palästinenser in den
Lagern Sabra und Shatila sein Gesamtvernichtungskonzept
vollständig erklären. Die Mehrheit der Juden in Israel
hat sich diesen Hardliner über demokratische
Wahlverfahren gewünscht.
Israels Unmenschlichkeit gegenüber den Palästinensern
zeigt sich weiter am Themenkomplex »Israelische
Verbrechen gegen die Menschlichkeit« (beinhaltend
»Kritik von Menschenrechtsorganisationen an Israel«,
»Kritik der Völkergemeinschaft an Israel« und
»offizielle Billigung von Verstößen gegen
Menschenrechte in Israel durch oberste israelische
Gerichte«). Zeitungsartikel, die Verbrechen der Israelis
belegen, sind praktisch unzählbar. Hier einige
ausgewählte Beispiele:
»Israelische Soldaten erschießen einen achtjährigen
Jungen (Kölner Stadt-Anzeiger 12.06.89) ... Im
palästinensischen Flüchtlingslager Dschebelija im
Gaza-Streifen haben israelische Truppen am Wochenende
einen achtjährigen Jungen erschossen. Am Sonntag starb
ein 15jähriger Junge an den Schußverletzungen, die er
bei demselben Zwischenfall erlitten hatte. Er ereignete
sich, als 200 Araber gegen neue, computerlesbare Ausweise
demonstrierten. Jugendliche hätten die Soldaten mit
Steinen beworfen, diese hätten daraufhin geschossen.
...«
»Knochenbrecher mit Degradierung bestraft (Kölner
Stadt-Anzeiger 25.04.91) ... Gegenstand der Anklage war
ein Zwischenfall zu Beginn der Intifada: Israelische
Truppen unter dem Befehl Meirs rückten am 21. Januar
1988 in das Dorf Hawara ein und nahmen zwölf Einwohner
mit. Die Gefangenen wurden in einen Zitrushain
geschleppt, wo die Soldaten ihnen systematisch Hand- und
Fußknochen brachen ... «
»Schwere Vorwürfe gegen Israel hat die Londoner
Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International
erhoben (Kölner Stadt-Anzeiger rtr-Bericht vom
04.02.93). In einem Beitrag für die
Menschenrechts-Kommission der Vereinten Nationen Genf
warf Amnesty den israelischen Behörden fortgesetzte
systematische" Folter von Palästinensern in
den Untersuchungshaftanstalten in den besetzten Gebieten
vor. Drei Palästinenser seien noch in der Haft
gestorben, einer kurz nach der Freilassung. Mit Schlägen
und Elektroschocks seien rund 200 Häftlinge in der
Chiam-Haftanstalt in der von Israel beanspruchten
Sicherheitszone mißhandelt worden. Viele Erschießungen
von Palästinensern ließen die Mutmaßung zu, daß es
sich in Wirklichkeit um Exekutionen handele. Zugleich
wurde auf die Tötung von 120 Palästinensern bei
Zwischenfällen in Westjordanland und Gazastreifen 1992
hingewiesen.«
»Verwundete Freischärler erhalten Todesschuß (Kölner
Stadt-Anzeiger 14.02.95) ... Jüngster Anlaß für
scharfe Kritik an der Armee war ein vom israelischen
Fernsehen ausgestrahlter Film, der zeigt, wie ein
verletzt am Boden liegender Palästinenser von Soldaten
erschossen wird ...«
»Mordvorwurf gegen israelische Armee erhoben (Kölner
Stadt-Anzeiger 16.02.93) ... Die palästinensische
Menschenrechtsgruppe El Hak, ein Zweigverband der
Internationalen Juristenkommission, wirft der
israelischen Armee vor, in den vergangenen Wochen sechs
Araber ermordet zu haben. In allen Fällen seien die
Männer nach ihrer Festnahme erschossen worden, ohne daß
sie zuvor Widerstand geleistet hätten. El Hak zufolge
wurde am 27. Januar ein Araber in Gaza auf offener
Straße von einem Soldaten erschossen, nachdem er in
einem Haus festgenommen worden war. ...«
»Geheimdienst: Tod nach Folter war Arbeitsunfall ...
(Kölner Stadt-Anzeiger 1./2.05.95) Ein Angehöriger des
israelischen Geheimdienstes Schin Beth hat eingeräumt,
daß Mitarbeiter in der vergangenen Woche einen
30jährigen Palästinenser zu Tode gefoltert haben.
Auch wenn man sich an alle Regeln hält, kann es
Arbeitsunfälle geben", zitierte die israelische
Zeitung Jedioth Achronot" am Sonntag den
namentlich nicht genannten Schin-Bet-Mitarbeiter.«
»Rabin verurteilt Erschießung Kriegsgefangener (Kölner
Stadt-Anzeiger 17.08.95) ... Wie der frühere israelische
General Arye Biro bestätigte, haben er und ein anderer
Offizier, in der Sinai-Wüste 49 ägyptische Gefangene
erschossen. Er habe den Befehl gehabt, schnell
vorzurücken und keine Soldaten zur Bewachung der
Gefangenen gehabt. ... Ein israelischer
Militärhistoriker sagte zudem, Soldaten unter dem
Kommando des jetzigen Wohnungsbauministers Ninyamin Ben
Eliezer hätten im Krieg des Jahres 1967 rund 300
ägyptische Kriegsgefangene getötet, die sich zuvor
ergeben hatten.«
»Palästinenser starb an Folgen von Folter (Kölner
Stadt-Anzeiger 29./30.04.95) ... Der in israelischer Haft
gestorbene Palästinenser Abdel Samad Harisat ist den
Folgen von Mißhandlungen erlegen, die ihm beim Verhör
zugefügt wurden. ... der Mann ... sei durch die
Sicherheitspolizei Schin Bet 20 Minuten lang geschlagen
und getreten sowie mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen
worden. Laut Regierungserlaß ist Schin Bet befugt, bei
Verhören angemessenen körperlichen Druck"
auf Häftlinge auszuüben. Regeln werden nicht
veröffentlicht ... «
»Schweigende Zeugen der Folter (Kölner Stadt-Anzeiger
14.08.96) ... Ohne das stille Mitwirken des medizinischen
Gefängnispersonals aber, ist die
Gefangenenhilfsorganisation überzeugt, könnte dieses
System der Anwendung kontrollierter Zwangsmittel nicht
funktionieren. Die Folter findet statt unter
konstanter medizinischer Überwachung" so
auch der Titel des ai-Berichts (Anmerkung des Verf.: ai =
Amnesty International). ... Die ärztliche Aufsicht
dauert freilich während der Vernehmung an, und je nach
Befund werden die Methoden modifiziert.«
»Israels höchster Gerichtshof billigt Folter (Kölner
Stadt-Anzeiger 17./17.11.96) ... Der höchste israelische
Gerichtshof hat dem Inlandsgeheimdienst Schin Beth
ausdrücklich die Anwendung physischer Zwangsmittel
erlaubt ...« (Mord im Staatsauftrag gilt mittlerweile
sogar auch in Frankreich als selbstverständlich (Kölner
Stadt-Anzeiger 25.08.94). ... drei goldene Regeln für
Homo-Aktionen" [Anmerkung des Verf.: Hier sind
die staatlichen Mordaktionen gemeint]: Über sie wird vom
Staatschef persönlich entschieden, sie geschehen nie auf
französischem Terrain und dürfen sich nicht gegen einen
französischen Staatsbürger richten.«)
»Monatelang ohne Urteil in Haft Israel mißachtet
Menschenrechte in besetzten Gebieten« (Kölner
Stadt-Anzeiger 14.12.89)«
»Mißhandlung der Araber macht große Freude
Schüler zeigen keine Reue nach Prügelaktion (Kölner
Stadt-Anzeiger 17.05.88) ... 60 Oberschüler und
Mitglieder der paramilitärischen
Gadna"-Jugendbewegung waren zu Hilfsarbeiten
in einem Militärlager bei Ramallah auf der Westbank
abgeordnet, als einige von ihnen Zutritt erhielten zu
einem dortigen Gefangenenlager. Wir fragten, ob wir
frei zuschlagen dürften", erinnert sich
Yuval mit selbstsicherm Ton. Und der verantwortliche
Soldat habe in etwa geantwortet: Meinetwegen, warum
nicht?" Zwei von ihnen hätten dann auf arabische
Gefangene eingeschlagen, die gefesselt und mit
verbundenen Augen am Boden saßen. Später seien sie
wieder vorbeigekommen, und ich habe den einen
sofort wiedererkannt. Ich habe ihm sofort die Augenbinde
heruntergezogen und ihm einen Boxhieb ins Gesicht
gegeben. Er begann um Gnade zu flehen, daß ich nicht
schlagen solle, aber ich habe ihm ins Gesicht
geschlagen." Auch auf einen anderen Gefangenen habe
er eingeschlagen: Ich ergriff ein Winkeleisen und
hab ihn damit fast totgeschlagen. Der sah aus wie
ein Teig, ein Klumpen von Knochen und Fleisch, als ich
mit ihm fertig war. Mensch, die habe ich alle mit
Schlägen auseinandergenommen."... «
Die Menge entsprechender Presseberichte ist derart groß,
daß es jetzt genügen muß, die Namen der
Organisationen, die Kritik übten, zu vermerken: Amnesty
International, Internationale Juristenkommission,
Palästinensische Menschenrechtsgruppen, Israelische
Menchenrechtsgruppe Btselem, Middle East Watch,
Internationales Rotes Kreuz, Menschenrechtskommission der
Vereinten Nationen, Weltgesundheitsorganisation,
israelische Friedensorganisation Peace Now, UN-Kommission
zur Abschaffung von Rassendiskriminierung,
Generalversammlung der Vereinten Nationen,
Antifolterausschuß der Vereinten Nationen,
Europaparlament.
Abschließend ein Zitat aus »Medico« 2/93, dem
Rundschreiben der »medico international« (Anmerkung des
Verf.: medico international ist eine uneigennützige
internationale Gemeinschaft von Ärzten für die
medizinische Versorgung in der Dritten Welt): »Als Volk
sind die Palästinenser von Ausrottung bedroht.« Ich
sehe diese Situation genau so.
Mit
freundlichen Grüßen

Lienhard Pallast
Hier noch ein Zitat von Günter Grass aus
dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.10.01:
" .. Israel muss nicht nur besetzte Gebiete räumen.
Auch die Inbesitznahme palästinensischen Bodens und
seine Besiedlung ist eine kriminelle Handlung. Das muss
nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden.
Sonst kehrt dort kein Frieden ein. ... "
Zuschriften von Seitenbesuchern per eMail
(Hinweis:
Hier veröffentlichte Zuschriften werden, weil das Thema
sehr diffizil ist, ausnahmslos ohne Nennung des Absenders
und ggf. verkürzt wiedergegeben! So wird auch in Zukunft
verfahren werden.
Sehr geehrte Damen und herrn !
als palästinnenser möchte ich mich bedanken, das
sollsche leute wie euch gibt die sich kömern um unserer
Volk .
Mit freundliscen Grüssen
danke für ihre email, ihre seiten
sind auch sehr wichtig...
wir werden sie in unserem email-verteiler ,wenn sie nicht
dagegen haben, aufnehmen
Heute habe ich mit grosse Interesse und
Trauer Ihren Bericht über das Massaker in den
Lagern von Sabra und Shatila gelesen. Diese Bilder haben
mich seit meiner frühsten Kndheit geprägt. Unzählige
male habe ich schon ... Menschen davon berichtet. Da
stellt sich die Frage, wo die Schweigeminuten oder diese
Anteilnahme war, als dies geschah. Jeder Mensch, jeder
Politiker der sich nicht dazu äußerte und jeder, der
dem Henker Sharon die Hand schüttelt ist mitschuld. Aber
da sie offensichtlich mehr Möglichkeiten haben, sollten
sie doch noch stärker in die Öffentlichkeit treten und
die Wahrheit berichten. Ich bedanke mich für diese
interessante Seite.
Meine persönliche Anmerkung hierzu vom
27.10.01
Ich stehe auf der Seite der Palästinenser,
denn ihnen droht der Genozid mit Namen "Ausrottung
durch jüdische Religionsrassisten". Siehe auch ein
Zitat aus »Medico« 2/93, dem Rundschreiben der »medico
international« (Anmerkung des Verf.: medico
international ist eine uneigennützige internationale
Gemeinschaft von Ärzten für die medizinische Versorgung
in der Dritten Welt): »Als Volk sind die Palästinenser
von Ausrottung bedroht.«
Dieser Ausrottungsvorgang hat sich 2000/2001
beschleunigt.
Die Palästinenser wurden seit 1948, dem Jahr des
kriminellen Landdiebstahls durch Juden, so wie die
Indianer Nordamerikas erbarmunglos in Reservaten
aufbewahrt (Fachbegriff für diese Art Reservat:
Palästinenserlager) und allgemein in ihrem
palästinensischen Heimatland, in den
Flüchtlings-Aufnahmeländern sowie in den besetzten
Gebieten entweder recht und schlecht geduldet oder
gejagd, ihrer Menschenrechte beraubt, in Lagern, die den
Israelis zugänglich waren, von Israelis willkürlich
gedemütigt, gefoltert und umgebracht.
Die jüdischen Religionsrassisten nennen als
Grundlage für ihre Taten die Bibel, ihre Thora. Die
Bibel ist keinesfalls das Ewige Buch der Bücher,
sondern, wie nachweisbar ist, eine leicht durchschaubare
Anweisung für sakrosankten Mord und Genozid,
durchzuführen auf göttlichem Befehl unter göttlicher
Anleitung, zugunsten eines damaligen Volks, das sich -
wie heute der jüdische Staat in Israel - durch
Dauerpflege eines religiösen Rassismus auszeichnete.
"Wieviele Tote kostet ein
Landdiebstahl?"
Ein lyrisches Gedicht
von Lienhard Pallast
im
kindergarten
wurde einst
erzählt, wie es
mit jericho
gewesen war.
... da zog ein großes judenheer
aus einem weit entfernten land
vor die mauern einer stadt
namens jericho.
juden bliesen auf posaunen,
und die mauern dieser stadt
fielen einfach um.
bumm."
hei, das war zum lachen schön.
kinder, nehmt kartons und schachteln,
denn wir bauen eine stadt,
die ne große mauer hat.
stellt euch alle dann davor,
schiebet all mit voller kraft,
und die mauer stürzt dann ein,
wie zuvor bei jericho."
und die mauer fiel auch um.
bumm.
das gab fürwahr ein groß geschrei
und helles lachen nebenbei.
sonst passierte keinerlei
unglück.
was sollte auch besonderes,
fürchterliches, schreckliches,
hier im ernst geschehen sein?
wer von heute hat die sicht,
unverzerrt auf jericho?
wer kann sehn, wie es zuvor
in alten zeiten wirklich war?
menschen so wie du und ich,
dumm und klug,
arm und reich,
klein und groß,
dick und dünn,
lebten gern in jericho.
menschen, die wohnten,
und liebten,
und land bebauten,
und handel trieben,
und sex hatten,
und gut waren,
und böse waren,
und soffen,
und hurten,
und kinder großzogen,
und glücklich waren.
jedoch einen andern gott
als den fremden judengott
verehrten.
das ist ihr verbrechen",
sagten die juden in jenen tagen,
drum sind sie jetzt
freigegeben zum abschuß,
zu mord und totschlag
aller bewohner
auf gottes heiligen befehl
im heiligen bann,
zur plünderung
allen besitzes
und entwendung
von grund und boden!
so stehts in der bibel,
dem ewigen buch der bücher,
dem heiligen buch gottes,
frei gegeben zum nachlesen.
und die juden erstürmten
nach dem fall der mauer
die stadt mit dem hübschen
prosaisch gewordenen namen
jericho.
die einwohner,
mit männern jung und alt,
und frauen jung und alt,
und kindern jung und alt,
wurden sämtlich massakriert.
im namen des heiligen gottes.
fielen sämtlich durch das schwert
der juden
im heiligen bann
bis in die leichenstarre,
weil sie nicht überlebten.
denn der heilige gott
wollte es so,
sagten die juden, weil die leute dort
den gott der juden
einfach nicht verehren mochten.
nein, das war kein landdiebstahl",
sagen juden heutzutage,
nicht vor scham
tief errötend
und verlegen.
gott persönlich gab das land
uns juden, die er auserwählt.
dafür müssen wir uns doch
nicht entschuldigen?
für gottes wort entschuldigen?
wie, bitte?
wo kämen wir denn da
überhaupt hin?"
neue zeiten, alte sitten,
wieder haben juden
land gestohlen,
das nicht ihres war.
denn es war
kein menschenleeres land.
dort wohnten schon
seit langer zeit
menschen so wie du und ich.
arabische ureinwohner,
palästinenser.
dumm und klug,
arm und reich,
klein und groß,
dick und dünn,
die wohnten,
und liebten,
und land bebauten,
und handel trieben,
und sex hatten,
und gut waren,
und böse waren,
und soffen,
und hurten,
und kinder großzogen,
und glücklich waren.
und wieviel tote kostet dieser
neue landdiebstahl?
ureinwohner,
die nicht schnell
flüchteten,
wurden bedrängt,
wie sklaven behandelt,
ihrer menschenrechte beraubt,
so, wie früher
in südafrika
die weißen
mit den schwarzen
verfuhren.
auf jahrzehnte in lager gesteckt.
bis heute.
gedemütigt,
gefoltert.
in lagern,
in ihren häusern
und auf der straße
massakriert,
männer jung und alt,
und frauen jung und alt,
und kinder jung und alt,
auch in sabra und shatila
und in dschenin,
auf der straße abgeknallt.
ohne gerichtsverfahren
mit nachfolgendem urteil.
das dumme war,
der ureinwohner gott
war mittlerweile
längst der gott
der juden, die das land
schon wieder stahlen,
geworden.
das ist die einfache logik
barbarischen
tötens und
mordens.
das ist die neue dimension
barbarischer religionen,
wie sie schrecklicher
nicht sein können.
wer fürchtet sich vor gott?
wer fürchtet sich vorm schwarzen mann?
niemand?
wirklich niemand?
und nun wundern sich die neuen juden
über der gedemütigten
widerstand,
terrorismus,
selbstmordattentate,
geduld und
unerschöpfliche hoffnung,
dort wieder zu wohnen,
wo einst ihre heimat,
aus der sie vertrieben.
als die nazigeformten deutschen
rußland unterjochen wollten,
hatten sie keinen gott
des religionsrassismus
im rücken,
der ihnen befahl,
rußlands erde zu stehlen
und die bevölkerung
im unheiligen bann
mit dem schwert zu massakrieren
oder mit der pistole
oder mit der maschinenpistole
oder mit dem gas
oder mit der waffe hunger.
wohl aber
hitler,
himmler,
göbbels,
eichmann,
und sonstige ersatzgötter
eines genetischen rassismus.
die neuen juden haben keinen
hitler,
himmler,
göbbels,
eichmann
und sonstige ersatzgötter
eines genetischen rassismus.
nur ihren gott aus alter zeit.
der ist ihnen genug,
all das wieder zu erledigen,
was vor tausenden von jahren
in jericho
im namen dieses gottes
begonnen wurde.
jetzt fallen schon wieder menschen um.
bumm.
wenn derart viel umfällt,
fällt uns zivilisierten zuschauern
nichts dabei ein?
oder sind wir
wie die neuen juden
etwa auch nicht zivilisiert?
auch barbaren?
religionsrassisten?
mörder?
immer noch
gott lobende
schänder
und
schinder?
wir lesen immer noch
träge und gedankenlos
in biblischen schriften.
auch über texte von jericho.
dort fiel hauptsächlich so hübsch
und pittoresk
bei posaunenschall
die ganze stadtmauer um.
bumm.
mehr fällt uns, den oberflächlichen
und nichtwissenden
und nicht lernenden,
wenn über diese
hübsche story berichtet wird,
immer
noch
nicht
ein.
ich fürchte diesen
gott
und alle,
die ihn
loben.
Siehe auch
Fakten, Meldungen und Meinungen zum Terroranschlag auf
das World Trade Center New York am 11. September 2001
Siehe auch
Staatsgründung Israels
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