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World Trade Center New York 11.09.2001; Terroranschlag
Hier:
"Wie beispielsweise die katholische Amtskirche die
Abartigkeit göttlicher Barbarei durch dümmliches Gerede
kunstvoll verschleiert"
Bischof
Mussinghaus aus Aachen formuliert Halbwahr-, Unwahr- und
Dummheiten
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Ein Interview im Kölner Stadt-Anzeiger vom
28.09.01. Überschrift:
"Religion als Kraft gegen den Terrorismus"
Anm.
d. Verf.: Es müßte nach den Egebnissen meiner
Faktendarstellung der Vorseite anders heißen:
"Religion
als Kraft für den
Terrorismus"
Foto von Heinrich
Mussinghoff
"Heinrich
Mussinghoff (60) ist stellvertretender Vorsitzender der
katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Im Interview
mit Joachim Frank pocht der Bischof von Aachen auf den
unaufgebbaren Wert von Religion - aller fanatischen
Entartung zum Trotz.
Anm. d. Verf.:
"Entartung" ist eine beliebte Vokabel der
Nationalsozialisten gewesen. Was soll hiermit erreicht
werden? Weshalb färbt der Kölner Stadt-Anzeiger das
Interview bereits ein, ehe es gegeben wurde?
KÖLNER STADT-ANZEIGER: Bischof Mussinghoff, in den
Cockpits der Todesflugzeuge von New York und Washington
saßen Menschen, die ihr mörderisches Tun als
Martyrium " verstanden haben und sicher waren,
von ihrem Gott mit Paradiesesfreuden belohnt zu werden.
Anm. d.
Verf.: Das mit den Paradiesesfreuden-Belohnung steht so
im Koran Und hinten in den Flugzeugen haben
Menschen in Todesangst zu Gott um Schonung ihres Lebens
gefleht. Wie bringen Sie das zusammen?
MUSSINGHOFF: Das Problem liegt nicht im Wesen Gottes,
sondern in den Bildern, die sich die Menschen von Gott
machen. Wobei man sofort sagen muss: Das Gottesbild der
Terroristen ist nicht das Gottesbild des Islam, für den
Gott als der Barmherzige und Gütige vorherrschend ist. Anm. d. Verf.: Der Koran sagt,
wie nachgewiesen wurde, absolut Gegenteiliges. Gott ist
das Gegenteil des Barmherzigen und Gütigen. Auch die
Verheißung des Paradieses für Gotteskrieger"
ist im Islam ganz anders gemeint: Der heilige
Krieg" ist primär ein innerlicher, richtet sich
gegen die eigenen Leidenschaften. Nur als allerletzte
Möglichkeit kann der Kampf auch einmal gegen äußere
Feinde geführt werden.
Anm. d. Verf.: In
Wiederholung, der Koran sagt, wie nachgewiesen wurde,
absolut Gegenteiliges.
Ist es denn derselbe Gott, zu dem Christen und
Muslime beten?
MUSSINGHOFF: Darüber erlaube ich mir kein Urteil. Anm. d. Verf.: Natürlich ist es
derselbe Gott. Vielleicht ist die theoretische Frage auch
gar nicht so entscheidend. Ich weiß nur, dass Christen
und Muslime, die ihr Herz zu Gott erheben,
unterschiedliche Vorstellungen von diesem höchsten Wesen
haben. Allah - der Gott der Muslime - ist der Schöpfer
des Himmels und der Erde, er hat den Menschen seinen
Willen kundgetan und wird sie einst richten. Bei den
Christen kommt sehr viel deutlicher hinzu das Handeln
Gottes in der Geschichte des erwählten Volkes Israel und
in der geschichtlichen Gestalt des Jesus von Nazareth. Anm. d. Verf. zur
"Erwählung des Volkes Israel": Es geht hier in
Wirklichkeit um mosaische sprich göttliche Anstiftung
zum Religionsrassismus und Religionsterrorismus,
erkennbar an altbiblischem Völkermord über Völkermord,
akribisch beschrieben in den Büchern Mose und Josua. Der Glaube, dass
dieser Mensch selbst Gott ist, ist für den Islam völlig
unannehmbar. Wir können deshalb nicht einfach hingehen
und miteinander dieselben Gebete sprechen. Aber wir
können sehr wohl in Frieden nebeneinander stehen und
beten. Und wenn es den einen" Gott gibt, dann
wird er das schon zu verbinden wissen.
Offenbar hat jede Religion eine Tendenz, in
Fanatismus zu entarten. Steht damit nicht das Konzept von
Religion in Frage, gerade in aufgeklärt-säkularisierter
Umwelt?
MUSSINGHOFF: Es hat immer den Missbrauch der Religion
gegeben und ihre Instrumentalisierung. Das hebt aber den
Wert der Religion nicht auf. Sie trägt weit mehr zu
einem gedeihlichen Zusammenleben der Menschen bei, als
dass sie Böses hervorbringt. Denn der Glaube an Gott
gibt Menschen die Festigkeit, Grundwerte des Lebens
anzunehmen. Anm. d.
Verf.: Der Glaube der Juden, Christen und Moslems gibt
Menschen die Festigkeit, die göttliche Herkunft von
Barbarei zu erkennen - sofern sie das jedoch überhaupt
möchten, denn so unendlich viele bescheuklappte
Gläubige weigern sich, zu erkennen, was sie sehen! Alle Versuche,
solche Werte allein über die Humanität zu begründen,
sind gescheitert. Anm.
d. Verf.: Das ist ja auch kein Wunder! Die
Gesellschaft lebt von Werten, die sie selbst nicht
geschaffen hat und die sie selbst nicht garantieren
kann" - dieses Wort des Verfassungsrichters
Böckenförde gilt. Anm.
d. Verf.: Nein! Falscher geht es nicht. Die
Menschenrechte der UN sind schließlich Menschenwerk,
gottseidank kein Gotteswerk, und sie stehen viel zu
häufig im Gegensatz zu Gottes altbiblischer Barbarei. Wenn die
verschiedenen Religionen sich besser kennen, schätzen
und in respektvollem Dialog stehen, können sie gemeinsam
ein Pro-God-Movement" bilden als Hinweis auf
die Existenz Gottes und die Bedeutung des Glaubens für
unsere Welt. Anm.
d. Verf.: Nein! Solch eine "Bedeutung des Glaubens
für die Welt" wäre ja auch eine unzulässig
aufgebauschte Eigenverliebtheit. Da steht der Liebe Gott
per se mit seinen Eigenschaften vor.
Wie entgeht dann der religiöse Mensch der
Versuchung, den Absolutheitsanspruch des Glaubens anderen
aufzuzwingen?
MUSSINGHOFF: Was Islam" bedeutet, nämlich die
absolute Hingabe an Gott", die auch dem
Christen im Gebot der Gottesliebe" aufgegeben
ist, ist immer zu verbinden mit dem Gedanken der
Nächstenliebe oder - islamisch gesprochen - der Weisung,
Allahs Barmherzigkeit im menschlichen Leben abzubilden. Anm. d. Verf.: Allah ist, wie
bereits angemerkt, nicht barmherzig, sondern das
Gegenteil hiervon. Die Suren des Koran zeigen es uns
deutlich. Wenn man sich auf
dieses Gottesverständnis und seine Folgen einlässt,
dann kann das eigentlich nicht schiefgehen und zu
Fanatismus statt zu Toleranz führen. Anm. d. Verf.: Nein, das
Gegenteil ist der Fall. Siehe Koranübersetzungen der
Vorseite. Der Fanatismus hebt
fälschlich die Liebe zum Menschen auf zu Gunsten einer
vermeintlichen Liebe zu Gott.
Angesichts der Gräuel des Nationalsozialismus wurde
die Frage gestellt, ob nach Auschwitz noch von Gott
geredet werden könne. Müssen wir nicht fragen, ob nach
dem 11. September noch von Gott die Rede sein kann, in
dessen Namen die Attentate verübt wurden?
MUSSINGHOFF: Recht verstandene Religion ist
ideologiekritisch. Sie demaskiert die Verblendung eines
Hitler ebenso wie die der Terroristen von New York und
Washington, erweist sie als inhuman und als unvereinbar
mit dem Bild von Gott wie vom Menschen.
Anm. d.
Verf.: Nein, Abrahamsreligionen sind nie
ideologiekritisch gewesen, sondern bloß morallos. Die
Selektion von Auschwitz ist, wie nachgewiesen wurde,
sogar göttliche Erfindung. Abrahamsreligionen sind nicht
vereinbar, sondern vollkommen unvereinbar mit irgendeinem
vernünftigen Bild von Gott. Und daß die sich christlich
nennenden Amtskirchen die Verblendung des Terroristen
Hitler demaskiert hätten, ist in den Bereich der Fabel
zu verweisen. Hierzu einige gesammelte Zitate aus meinen
bisherigen Büchern:
» ...
Bischof von Galen schrieb: Der Krieg, der 1919
durch einen erzwungenen Gewaltfrieden äußerlich beendet
wurde, ist aufs neue ausgebrochen und hat unser Volk und
Vaterland in seinen Bann gezogen. Wiederum sind unsere
Männer und Jungmänner zum großen Teil zu den Waffen
gerufen und stehen im blutigem Kampf oder mit ernster
Entschlossenheit an den Grenzen auf der Wacht, um das
Vaterland zu schirmen und unter Einsatz ihres Lebens
einen Frieden der Freiheit und Gerechtigkeit für unser
Volk zu erkämpfen ..."
Die Mahnung des deutschen Episkopats vom 26. Juni 1941 zu
opferwilligen Arbeiten und Kämpfen im Dienste
unseres Volkes" erhielt ihr besonderes Gewicht durch
den Hinweis, daß die Gläubigen bei der Erfüllung
der schweren Pflichten dieser Zeit ... dem heiligen
Willen Gottes" folgten.
Die Bischöfe der Kölner und Paderborner Kirchenprovinz
schärften 1942 den Gläubigen ein ... Mit der
ganzen Autorität unseres heiligen Amtes rufen wir auch
heute euch wieder zu: Erfüllet in dieser Kriegszeit eure
vaterländischen Pflichten aufs Treueste. Lasset euch von
niemand übertreffen an Opferwilligkeit und
Einsatzbereitschaft! Seid treu unserm Volke! Wo immer der
Daseinskampf unseres Volkes euren Einsatz fordert, da
steht!" ...
In den Hirtenbriefen zahlreicher Diözesanbischöfe
finden sich Aufrufe folgender Art: Erfüllt Eure
Pflicht gegen Führer, Volk und Vaterland!";
Gott sei mit allen, die die schwere Kriegsarbeit
auf sich nehmen und verleihe ihnen Mut und Kraft, für
das teure Vaterland zu kämpfen oder mutig zu
sterben", oder auch: Nachfolge Christi ist es,
das eigene Leben einzusetzen zur Rettung unseres
Volkes." ... Es möge die trostvolle
Gewißheit euch stärken, daß ihr damit nicht nur dem
Vaterland dient, sondern zugleich dem heiligen Willen
Gottes folgt."
Von Juli bis Oktober 1933 wurde das Konzentrationslager
Kuhlen im Auftrag der Inneren Mission der Evangelischen
Kirche geleitet, so daß eine sich christlich nennende
Religion als Kraft für den amtskirchlich betriebenen
Religions-Terrorismus sogar innerhalb des deutschen
Staatsgebiets aktiviert werden konnte. Die Anschrift
dieses KZ war damals: Landesverein für Innere Mission,
Abteilung Konzentrationslager, Kuhlen (Neumünster-Land).
Verwaltungsleiter des Konzentrationslagers Kuhlen war ein
Diakon mit Namen Schuba. Die KZ-Baracke steht heute noch.
Zu den Wachmannschaften gehörten auch 4 SA-Diakone der
Diakonenanstalt Stephanstift Hannover. Einer der Diakone
im Range eines SA-Scharführers berichtete im Mai 1934
seinen kirchlichen Vorgesetzten: »Das ist unser Dienst,
Herr Pastor. Stehen und warten, daß man einmal auf einen
Menschen schießen darf. Sind wir darum Diakone?«
Und in Nr. 20/1958 der Kirchenzeitung für das Erzbistum
Köln schrieben zur Vorbereitung der Möglichkeit eines
deutschen Nachkriegsbeitrages zum perfekt übergeleiteten
Militarismus alter Prägung (ich sehe das so und nicht
anders) die »Sieben führenden katholischen
Moraltheologen« folgenden Rüstungsbereicherungs-Erguß
zur ursprünglich vorgesehenen atomaren Bewaffnung des
deutschen Militärs:
»Auch in einem gerechtfertigten Verteidigungskampf ist
nicht jedes Kampfmittel schlechthin erlaubt. Wenn das
Kampfmittel sich der Kontrolle des Menschen völlig
entzöge, müßte seine Anwendung als unsittlich
verworfen werden. Daß die Wirkung der atomaren
Kampfmittel sich dieser Kontrolle völlig entzieht, muß
nach dem Urteil gewissenhafter Sachkenner als
unzutreffend bezeichnet werden. Ihre Verwendung
widerspricht darum nicht notwendig der sittlichen Ordnung
und ist nicht in jedem Fall Sünde.« Mein Kommentar
hierzu? Das ist angedrohter Terrorismus pur. Jesu
bewunderungswürdige Gewaltlosigkeit wird hier in ihr
größtmögliches Gegenteil pervertiert, denn was dürfte
noch fürchterlicher sein als ein atomarer Gewaltakt? Ist
der atomare Militärschlag nicht geradezu altbiblisches
Fanal der Barbarei Gottes? Nein, die katholische
Amtskirche ist nicht ideologiekritisch und sie wird es in
dieser schlimmen Amtskirchenform auch nie werden.
Jesusferne Begriffe, beispielsweise »Streiter Gottes«
und »Streiter Christi«, wurden in Vollendung des
perfekt übergeleiteten Militarismus alter Prägung im
katholischen Gebet- und Gesangbuch »Im Heiligen Dienst«
für die Deutsche Bundeswehr, Seiten 126 und 160,
gefunden. In diesem katholischen Gebet- und Gesangbuch
für die Bundeswehr finden sich darüberhinaus im Text
der ersten Umschlagseite folgende religionstaktischen
Vernebelungsbegriffe:
»... Dienst für das Volk, Frucht meines Dienstes,
straffe Ordnung, Hohe Schule, Zucht und Maß, dienen,
sich bewähren, Gott rein und klar ins Auge schauen,
Reinheit, Treue, Ehre, Würde, Verantwortung, sich
eingliedern, selbstloser Kamerad, Gehorsam, Gottes
Gesetze, Gewissen, Soldat
Christi, Gottes Kämpfer, Streiter für Gottes Ehre, von
Gott auferlegte Pflicht«, und vor allem diese beiden Sätze:
1. »Ich tue nichts Schlechtes, auch wenn anscheinend
Gutes daraus folgt, oder wenn es unter dem Schein des
Guten verlangt wird.«
2. »Ich bin seit
der Taufe Soldat Christi. Ich muß Gott mehr gehorchen
als den Menschen. Ich streite für Gottes Ehre.«
Ja, um alles in der Welt, kann man denn mit der
Bergpredigt immer noch christlich verschleierten
Terrorismus ausüben? Solch einen Terrorismus
beispielsweise wie jenen, den die US-Amerikaner im
Vietnamkrieg ausübten?
Diese
kritische Funktion muss so früh wie möglich ansetzen,
um allen radikalisierenden Tendenzen zu wehren. Deshalb
ist der Dialog zwischen Muslimen und Christen in
Deutschland so wichtig. Anm. d. Verf.: Vor solch einem Dialog möge uns
das Schicksal bewahren, denn er würde zur Zeit nur der
Festigung der korruptiven Verfilzung der Religionen mit
dem Staat dienen.
Ist der Gedanke für sie annehmbar, die Attentate
könnten so etwas wie eine Strafe Gottes"
sein?
MUSSINGHOFF: Ich könnte das in dem Sinne verstehen, dass
wir uns fragen, welchen Fingerzeig uns Gott wohl durch so
ein Ereignis geben möchte. Anm. de. Verf.: Der
religions-gehirnwäsche-ungewaschene Laie würde
möglicherweise jetzt volkstümlich sagen: "Iss dä
Mann jätz total bekloppt?"
Und zwar?
MUSSINGHOFF: Der Dialog zwischen westlicher Kultur und
Islam ist sträflich vernachlässigt worden. Es hat in
den vergangenen 50 Jahren kein wirklich starkes Bemühen
um ein freundschaftliches Miteinander gegeben. Darauf
sind wir jetzt in schockierend-schmerzhafter Weise
gestoßen worden. Außerdem sind diese sehr symbolischen
Angriffsziele - das World Trade Center als Zentrum des
Geldes, das Pentagon als Zentrum militärischer Macht -
schon auch eine Infragestellung unseres westlichen
Lebensstils: Was ist eigentlich der rechte Gebrauch von
Geld? Was ist der rechte Gebrauch von Macht? Anm. d. Verf.: Den Gebrauch von
Geld wird uns die früher verbrecherisch agierende
Vatikanbank Banco Ambrosiano schon erklären können, den
Gebrauch von Macht der Papst im Vatikan am besten selbst. Da bleibt uns im
Westen viel an Reflexion darüber aufgegeben, was
wirklich dem Wohl aller dient." Anm. d. Verf.: Auf vernünftige
Reflexionen warte ich ja auch. Auf was denn sonst? Was
mir mittlerweile ganz klar ist: Unsere sich christlich
nennenden Amtskirchen werden mit dem Wohl der Menschen
auch weiterhin wenig am Hut haben; denn die Amtskirchen
sind Organisationen, deren Religion bedauerlicherweise
regelmäßig als Kraft für den Terrorismus in
Erscheinung getreten ist.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr vielleicht etwas zu unkonventionell nachdenkender
Lienhard Pallast
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der letzten Bearbeitung: 08.01.07
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